Pokémon Go

Hallo Welt,

ja auch ich fange Pokémon. Mich hat das Fieber auch erwischt. Allerdings unterscheidet mich eine winzige Kleinigkeit von all den anderen Pokémonjäger. Ich habe das Spiel bis heute nicht begriffen. Ich sammel fleißig Pokémon und nehme auch jeden Pokéstop mit. Zweimal war ich sogar schon in einer Arena, aber da gab es ordentlich was auf die Mütze. Ehe ich mich versah hieß es, ich hätte verloren. Ich habe echt keinen Plan, wie das funktioniert. Aber allein schon das Sammeln macht mir riesigen Spaß. Ich glaube kaum, dass das der Sinn des Spiel ist, aber egal.

Also, falls Ihr jemanden im Rolli seht, die sich köstlich beömmeln kann weil sie das Spiel nicht versteht …

das bin ich 🙂

Powerbank

Jeder kennt sie und hat sie vielleicht auch. Eine Powerbank für´s Smartphone.

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Eine Powerbank ist das, was ein voller Ersatzkanister Benzin für´s Auto ist.

Man ist unterwegs und unser Akku vom Smartphone ist fast leer.  Keine Steckdose weit und breit. Dann schließt man die – vorhher an der Steckdose geladene – Powerbank an, und schon kann man das Smartphone an der Powerbank wieder aufladen. Super Erfindung.

Aber was ist mit uns Rollifahrern, die einen elektrischen Rollstuhl fahren?

Mal wieder etwas zu weit mit dem Rolli gefahren und nicht genug Batterieladung mehr um nach Hause zu gelangen. Ich habe mit meinem Rollstuhl eine Reichweite von ca. 27 km, aber das ist nicht viel. Die Batterie ist schneller leer, als einem lieb ist.

Ok, ich muss gestehen, ich bin ein technisches Genie. D.h. ich habe überhaupt keine Ahnung, ob das überhaupt möglich ist, bzw. ob es sowas überhaupt schon gibt? Aber … ich möchte für meinen elektrischen Rollstuhl auch eine Powerbank haben.

Da, wo das Ladegerät am Steuerungsgerät angeschlossen wird, könnte man doch so eine Art „Powerbank“ für Rollstühle anschießen, um dann evtl. noch einmal eine Reserve von ca. 10 km zu erhalten.

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Mein Fazit jedenfalls, wenn es sowas noch nicht gibt, dann sollte es schnellstens erfunden werden, oder, liebe Hersteller, bestückt die elektrischen Rollstühle gleich mit einer Batterie, die eine größere Reichweite hat. Ganz einfach.

Alexander von Humbold II

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, bin ich mit meinem Bekannten wieder nach Travemünde gefahren, um uns die Alexander von Humbold II anzusehen. Das Wetter spielte mit und wir sahen ein Traum von Segelschiff.

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Nachdem wir uns die Alex-II angesehen haben, sind wir an der Steilküste entlang zur Hermannshöhe. Es war der blanke Horror. Mal so unter uns, die Vögel von Hitchcock is nen Schietdreck gegen das, was wir erlebt haben. Eine Invasion der Rapsglanzkäfer. Es war so furchtbar. Einmal kurz angehalten, um die wunderschöne Aussicht zu fotografieren, und schon wurden wir angegriffen von den Viechern. Hunderte, wenn nicht sogar tausende von Käfern auf uns. Und nicht nur auf alles was gelb war, sie waren einfach überall. In den Haaren, in den Ohren, auf den Klamotten, auf unseren Rollis – wirklich alles war voll von den Käfern. Sogar unter dem T-Shirt waren sie. Es krabbelte überall.

Dennoch ist mir ein schönes Foto von der Steilküste gelungen.

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Wieder zu Hause angekommen, musste ich erstmal duschen und neue Sachen anziehen. Wie ich schon schrieb, selbst unter den Klamotten waren die Käfer. Es kribbelt immer noch, wenn ich nur dran denke.

 

Auf nach Travemünde

Vom 09.06.-12.06.2016 kam anlässlich ihres 90. Geburtstages das russische Segelschulschiff die Viermaststahlbark „Kruzenshtern“ zu Besuch nach Travemünde. Vorbei an ihrer Schwester, ok ihrer Halbschwester, der „Passat“ legte sie am Ostpreußenkai an.

Bei schönstem Wetter machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Travemünde.

Die Fahrt nach Travemünde ist ein Abenteuer für sich, vor allem, wenn man zu blöd ist, auf wichtige Hinweise zu achten. So stehen wir da am Bahnsteig und warten, und warten, und warten … aber es kommt kein Zug. Irgendwann, ca. eine halbe Stunde später, guckte ich mir den Aushang an. Klasse, es fährt gar kein Zug, denn wegen Bauarbeiten ist auf der Strecke ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Ok, dann eben mit dem Bus zum Hauptbahnhof. Klar, dass wir den von uns anvisierten Zug nach Travemünde nun nicht mehr erreicht hatten. Also mussten wir den nächsten Zug nehmen (er fährt stündlich).

Endlich in Travemünde angekommen ist es schon faszinierend neben so einem Großsegler zu stehen. Smartphone raus und Fotos machen. Aber irgendwie ist das Schiff zu groß, jedenfalls um es in seiner vollen Pracht aufs Foto zu bekommen.

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Kurzerhand entschlossen wir uns mit der Priwallfähre auf die andere Seite zu fahren. Wow, schon auf der Fähre sah die „Kruzenshtern“ wunderschön aus.

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Auf der anderen Seite auf dem Priwall angekommen, sahen wir, wie die „Lisa von Lübeck“ an der „Kruzenshtern“ vorbei fuhr und per Schiffshupe die „Kruzenshtern“ mit dreimaligem hupen grüßte. Die „Kruzenshtern“ antwortete ihrerseits mit dreimaligem hupen, woraufhin die „Lisa von Lübeck“ sich mit einmaligem hupen bedankte, was wiederum auch die „Kruzenshtern“ tat. Alles verstanden?

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Gerne hätte ich die „Kruzenshtern“ besichtigt, doch versuch mal mit dem Rolli die Gangway hochzukommen.

Nichtsdestotrotz war es wieder einmal ein wunderschöner Tag, den ich bestimmt bald wiederholen werde, denn vom 24.06.-27.06.2016 kommt die „Alexander von Humboldt II“ nach Travemünde. Das lohnt sich auf jeden Fall dort hinzufahren.

„I don´t like monday“

Der letzte Montag fing schon so komisch an. Aus dem Bett raus in meinen Rollstuhl hatte ich so viel Schwung mitgenommen, dass nicht viel fehlte, und ich hätte mich daneben gesetzt. Der Schreck saß und ich war urplötzlich hellwach. Nun brauchte ich erst einmal einen Café Latte. Und was soll ich sagen? Richtig! Ich war zu blöd meine Maschine zu bedienen. Vergaß ich doch glatt den Deckel zu schließen und startete die Maschine. Na toll.

Bis zum Frühstück hatte ich alles weitere ohne Zwischenfälle gut überstanden. Aber wie der Teufel es will, es ging weiter. Ich wollte auch mal diesem Phänomen nachgehen, warum das Marmeladenbrot immer mit der Marmelade nach unten auf dem Fußboden landet. Ist mir super gelungen. Oh, wie ich mich freute. Ein Fußboden schön mit Marmelade beschmiert. Ich liebe die Erdanziehungskraft.

Gegen 10:00 Uhr fuhr ich einkaufen. Das war keine gute Idee. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Dieser Montag war einfach nicht mein Tag. Am Ausgang des Supermarktes nahm ich die Kurve zu eng. Es schepperte ganz schön laut und alle Leute eilten zu mir, um mir zu helfen. Oh, wie peinlich. Ich habe es doch tatsächlich geschafft, mir meine linke Beleuchtung am Rolli abzufahren. Ich hatte nur noch einen Gedanken, bloß schnell nach Hause und warten bis der Tag zu Ende ist. Mein Fazit für diesen Tag – „I don´t like monday“

„Pimp my Rolli“

Da mein Rolli nichts hatte, um mal eine Tasche anzuhängen, nähte ich mir vor ein paar Jahren sämtliche Einkaufstaschen um. Im Supermarkt kaufte ich mir mehrere Leinentaschen und begann die Taschen nach meinen Bedürfnissen anzupassen. Ich trennte oben am Taschenrand den Saum auf, und entfernte die Tragegriffe. Diese nähte ich dann weiter außen an den Taschenrand und jeweils auf der gegenüberliegende Seite an. Somit habe ich nun links und rechts von der Tasche die Griffe. Ich trennte diese durch und nähte jeweils für einen Griff einen Klickverschluss an. Meine Einkaufstaschen können super am Rahmen angehängt und wieder abgenommen werden. Übrigens ist das auch ganz praktisch für Kinderwagen.

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Dann fand ich vor einiger Zeit Holger´s Blog „Rollstuhl-Basteln“. Da ich fast den gleichen Rolli habe und vieles sehr praktisch ist, hieß mein nächstes Ziel „Pimp my Rolli“.

Als erstes fuhr ich in den Baumarkt und kaufte mir Haken. Wie in Holger´s Blog beschrieben, gibt es im Rahmen des Rollis auf jeder Seite zwei Befestigungsbohrungen. Da ich mir andere Haken gekauft habe, durfte mein Sohn Löcher in die Haken bohren, damit der Lochabstand zu den vorhandenen Bohrungen stimmte. Pfiffig, wie das Kerlchen ist (das hat er garantiert von seiner Mutter), sprühte er die Haken gleich schwarz. Ok, die Farbe hätte etwas länger trocknen können, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Ich kann wunderbar Taschen, die ich nicht vorher geändert habe, anhängen.

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Mein nächstes Problem, wohin mit einer angebrochene Flasche? Wieder für kurze Zeit nach hinten in eine Tasche ist unpraktisch. In der Hand behalten, solange bis sie leer ist, ist nervig. Kurzerhand kaufte ich mir eine Trinkflasche, die man an Fahrrädern befestigt. Zurrte die Halterung mit Kabelbinder fest und siehe da, meine Getränke für Unterwegs haben nun auch ihren Platz.

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Da ich es Leid bin, immer nach hinten greifen zu müssen, wenn ich irgendetwas brauche. wollte ich auch den Platz zwischen Sitz und Batterie gut nutzen. Ich kaufte mir eine Schultertasche, schnitt den Riemen der Tasche durch und befestigte einen Klickverschluss. Somit konnte ich die Tasche am Rahmen vom Rolli unter dem Sitzblech festzurren, damit sie während der Fahrt nicht raus rutschen kann.

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Somit ist meine Klo-Notfalltasche, kleiner Regenschirm, meine Leinentaschen mit Klickverschluss und alles was man noch so braucht, gut verstaut.

 

 

Nie wieder ohne

Auf dem Hanse-Kulturfestival war ich „not amused“ über die Toiletten, die wir als Rollifahrer weiter weg vom Festival nutzen konnten. Ich möchte nun nicht näher drauf eingehen, wie die Toiletten aussahen,  sauber war jedenfalls was anderes. Als Zweibeiner hätte ich solch eine Toilette nicht benutzt, aber als Rollifahrer habe ich leider keine große Auswahl an Toiletten. Für mich war klar, „nur“ meine Desinfektionstücher reichen nicht mehr aus. Ich brauche für die Zukunft eine Klo-Notfalltasche.

Gesagt – getan. Ich kaufte mir eine Kosmetiktasche und füllte sie mit einer Rolle Klopapier, Desinfektionsspray und mehrere Einmalhandschuhe. Auch Pflaster, eine kleine Dose Deo fürs eigene Wohlbefinden und was man sonst noch so gebrauchen kann, hat da drin Platz gefunden.

Und so sieht sie aus.

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Ich werde jedenfalls nie wieder ohne meine Klo-Notfalltasche unterwegs sein.

Findet den Fehler …

Hallo Welt!

Es gibt für Lübeck einen Flyer „Nette Toilette“. Dort findet man in der Innenstadt öffentliche Toiletten und Toiletten, die Lübecker Gastronomen öffentlich zur Verfügung stellen. Schön beschriftet in „Nette Toilette“, „Öffentliche Bedürfnisanstalt“, „Damen-/ Herrentoilette“, „Wickelmöglichkeit“ und „Behindertengerecht“.

So weit, so gut. Ich wollte jedenfalls mal schnell für „kleine Rollifahrerin“ und suchte mir aus dem Flyer eine nette Toilette in einem Parkhaus aus. Im Eingang des Parkhauses oben an der Decke hängt ein Schild mit WC und einem Pfeil nach rechts. Dem Hinweis folgend stand ich dann vor dieser Tür. Tja, was soll ich sagen …. findet den Fehler

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Na, Fehler gefunden? Richtig, hinter der Tür das Behinderten-WC und vor der Tür befindet sich ein Kantstein, links und recht sind die Auf- und Abfahrten zu den Parkdecks.

Wenn das Wetter es zulässt, werde ich mal alle behindertengerechten Toiletten abfahren und mir ganz genau die Begebenheiten anschauen. Mal sehen, wie viele Klo´s wirklich zu benutzen sind.

 

Hansekultur-Festival

In den LN wurde in einem Schnelltest über das Hansekultur-Festival berichtet und es machte mich neugierig. Ich fuhr mit einem befreundeten Rollifahrer zum Festival (beide mit einem elektrischen Rollstuhl (kein Scooter!).

Ich hätte es besser wissen müssen.

Unter der Überschrift „Entspannen und Schlendern“
Zitat der Zeitung: „Lübeck lädt ein, die Seele baumeln zu lassen. „Gemütlich“, „entspannt“, „freundlich“, „bezaubernd“: Es sind durchweg freundliche Worte, mit denen die Festival-Besucher ihre Eindrücke kommentieren.“

Leider hat der Reporter mich nicht gefragt, ich hätte garantiert eine andere Antwort gegeben.

Weiter im Bericht:

Zitat: „Vor allem im oberen Bereich der Beckergrube hätte man sich mehr Getümmel gewünscht.“

Falsch – für uns Rollifahrer war es angenehm dort zu fahren. Im Getümmel hätte uns wieder so mancher Rucksack im Gesicht getroffen.

Weiter stand im Artikel unter der Überschrift „Kinder & Spaß“

Zitat: „Die Kinder werden ernst genommen als vollwertige Festival-Besucher.“

Glückwunsch Kinder! Wie habt ihr das hinbekommen? Wir Rollifahrer werden nicht als vollwertiger Festivalbesucher ernst genommen. Ganz im Gegenteil. Uns gibt es irgendwie gar nicht.

Fangen wir mal mit dem wichtigsten und auch schlimmsten Mängel an. Toiletten für Rollifahrer.

Für das Festival werden sogar noch zusätzliche Toilettenwagen aufgestellt.  Und wo soll ich mit meinem Rolli aufs Klo? Warum sind für uns Rollifahrer keine Toiletten aufgestellt worden?

Lieber Veranstalter! Einmal bei Google in der Suchmaschine „behindertengerechte WC Kabine“ eingeben. Ja, es gibt sie, die Dixiklos für Rollifahrer. Oder sogar noch besser es gibt auch Toilettenwagen für Rollifahrer. Da die Toilettenwagen bewacht wurden, wäre es wohl kein Problem gewesen, so ein behindertengerechtes Dixiklo daneben zu stellen, oder?

Nö, wir behinderte Menschen brauchen ja keine Klos.

Da fällt mir noch ein, dass man das einzige behindertengerechte WC, welches am Markt war, entfernt hat, ohne für einen Ersatz zu sorgen.  Aber ich schweife vom Thema ab …..
Weiter geht´s zum Zeitungsartikel

Überschrift „Essen & Trinken“
Super für Rollifahrer! Teilweise überhaupt kein rankommen an die Stände, da ein Podest vor dem Stand den Zugang unmöglich macht bzw. Stände auf dem Bürgersteig standen und der Kantstein dann das Problem war.

Dann z.B. (von dem Kopfsteinpflaster mal ganz abgesehen) ein für Rollifahrer gigantisch hoher Tresen, der es unmöglich macht, sich dort ein Getränk zu holen. Von der Enge der Zuwegung (Tische und Bänke sehr eng aufgestellt) mal ganz abgesehen. Unser erster und einzige Gedanke war – nur schnell wieder weg.

Am Samstag wollten wir zu einem öffentlichen Konzert von Kammerpop im Hellgrünen Gang.

Zugang von der Untertrave – Fehlanzeige, eine Stufe runter.
Zugang von der Engelswisch – Fehlanzeige, viel zu eng und Stufen
Zugang von der Alsheide – Fehlanzeige da Stände auf dem Bürgersteig waren mussten wir von der Straße aus in den Gang und wieder einmal mehr machte es uns der Kantstein unmöglich.

Enttäuscht wollten wir wieder nach Hause. Doch dann hatten die dortigen Standbetreiber eine tolle Idee. Es wurde kurzerhand eine Tischplatte zweckentfremdet und uns als Rampe an den Kantstein gelegt. Wir haben ein wunderschönes Konzert erleben dürfen. Nach dem Konzert dann das gleiche Prozedere. Tischplatte zweckentfremdet als Rampe angelegt, und wir konnten somit den Gang wieder verlassen. Vielen Dank ihr lieben Leute. Das war toll.

Jetzt möchte ich nur noch kurz zu dem Konzert etwas schreiben. Nein, zu den Leuten, die dieses wunderbare Konzert besucht haben. Ignoranz steht bei einigen Leuten immer wieder an erster Stelle. Ohne Rücksicht auf Rollstuhlfahrer stellen sie sich vor einem hin, teilweise mit Rucksack auf dem Rücken. Was für mich bedeutet, eine falsche Bewegung und ich bekomme den Rucksack ins Gesicht. Und so habe ich den ersten Teil des Konzerts nur akustisch mit diesem tollen Anblick wahrnehmen können.

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Während der Pause haben wir dann mit Hilfe von ganz lieben Menschen den Weg in die erste Reihe geschafft und konnten wenigsten den zweiten Teil des Konzertes auch optisch genießen.

Mein Brief an die Zeitung endete mit folgendem Satz:

Lieber Zeitungsredakteur, ich hätte Ihnen gerne meinen zweiten Rolli geliehen, hätte Sie an die Hand genommen und Ihnen das Festival aus Sicht eines Rollifahrers gezeigt. Dann wäre vielleicht auch der ein oder andere Punkt in Ihrem Artikel aufgegriffen worden.

Mit lieben Gruss von einer nicht als vollwertige Festivalbesucherin ernstgenommen Rollifahrerin.