Archiv | Juni 2016

Alexander von Humbold II

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, bin ich mit meinem Bekannten wieder nach Travemünde gefahren, um uns die Alexander von Humbold II anzusehen. Das Wetter spielte mit und wir sahen ein Traum von Segelschiff.

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Nachdem wir uns die Alex-II angesehen haben, sind wir an der Steilküste entlang zur Hermannshöhe. Es war der blanke Horror. Mal so unter uns, die Vögel von Hitchcock is nen Schietdreck gegen das, was wir erlebt haben. Eine Invasion der Rapsglanzkäfer. Es war so furchtbar. Einmal kurz angehalten, um die wunderschöne Aussicht zu fotografieren, und schon wurden wir angegriffen von den Viechern. Hunderte, wenn nicht sogar tausende von Käfern auf uns. Und nicht nur auf alles was gelb war, sie waren einfach überall. In den Haaren, in den Ohren, auf den Klamotten, auf unseren Rollis – wirklich alles war voll von den Käfern. Sogar unter dem T-Shirt waren sie. Es krabbelte überall.

Dennoch ist mir ein schönes Foto von der Steilküste gelungen.

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Wieder zu Hause angekommen, musste ich erstmal duschen und neue Sachen anziehen. Wie ich schon schrieb, selbst unter den Klamotten waren die Käfer. Es kribbelt immer noch, wenn ich nur dran denke.

 

Auf nach Travemünde

Vom 09.06.-12.06.2016 kam anlässlich ihres 90. Geburtstages das russische Segelschulschiff die Viermaststahlbark „Kruzenshtern“ zu Besuch nach Travemünde. Vorbei an ihrer Schwester, ok ihrer Halbschwester, der „Passat“ legte sie am Ostpreußenkai an.

Bei schönstem Wetter machten wir uns am Samstag auf den Weg nach Travemünde.

Die Fahrt nach Travemünde ist ein Abenteuer für sich, vor allem, wenn man zu blöd ist, auf wichtige Hinweise zu achten. So stehen wir da am Bahnsteig und warten, und warten, und warten … aber es kommt kein Zug. Irgendwann, ca. eine halbe Stunde später, guckte ich mir den Aushang an. Klasse, es fährt gar kein Zug, denn wegen Bauarbeiten ist auf der Strecke ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Ok, dann eben mit dem Bus zum Hauptbahnhof. Klar, dass wir den von uns anvisierten Zug nach Travemünde nun nicht mehr erreicht hatten. Also mussten wir den nächsten Zug nehmen (er fährt stündlich).

Endlich in Travemünde angekommen ist es schon faszinierend neben so einem Großsegler zu stehen. Smartphone raus und Fotos machen. Aber irgendwie ist das Schiff zu groß, jedenfalls um es in seiner vollen Pracht aufs Foto zu bekommen.

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Kurzerhand entschlossen wir uns mit der Priwallfähre auf die andere Seite zu fahren. Wow, schon auf der Fähre sah die „Kruzenshtern“ wunderschön aus.

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Auf der anderen Seite auf dem Priwall angekommen, sahen wir, wie die „Lisa von Lübeck“ an der „Kruzenshtern“ vorbei fuhr und per Schiffshupe die „Kruzenshtern“ mit dreimaligem hupen grüßte. Die „Kruzenshtern“ antwortete ihrerseits mit dreimaligem hupen, woraufhin die „Lisa von Lübeck“ sich mit einmaligem hupen bedankte, was wiederum auch die „Kruzenshtern“ tat. Alles verstanden?

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Gerne hätte ich die „Kruzenshtern“ besichtigt, doch versuch mal mit dem Rolli die Gangway hochzukommen.

Nichtsdestotrotz war es wieder einmal ein wunderschöner Tag, den ich bestimmt bald wiederholen werde, denn vom 24.06.-27.06.2016 kommt die „Alexander von Humboldt II“ nach Travemünde. Das lohnt sich auf jeden Fall dort hinzufahren.

„I don´t like monday“

Der letzte Montag fing schon so komisch an. Aus dem Bett raus in meinen Rollstuhl hatte ich so viel Schwung mitgenommen, dass nicht viel fehlte, und ich hätte mich daneben gesetzt. Der Schreck saß und ich war urplötzlich hellwach. Nun brauchte ich erst einmal einen Café Latte. Und was soll ich sagen? Richtig! Ich war zu blöd meine Maschine zu bedienen. Vergaß ich doch glatt den Deckel zu schließen und startete die Maschine. Na toll.

Bis zum Frühstück hatte ich alles weitere ohne Zwischenfälle gut überstanden. Aber wie der Teufel es will, es ging weiter. Ich wollte auch mal diesem Phänomen nachgehen, warum das Marmeladenbrot immer mit der Marmelade nach unten auf dem Fußboden landet. Ist mir super gelungen. Oh, wie ich mich freute. Ein Fußboden schön mit Marmelade beschmiert. Ich liebe die Erdanziehungskraft.

Gegen 10:00 Uhr fuhr ich einkaufen. Das war keine gute Idee. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Dieser Montag war einfach nicht mein Tag. Am Ausgang des Supermarktes nahm ich die Kurve zu eng. Es schepperte ganz schön laut und alle Leute eilten zu mir, um mir zu helfen. Oh, wie peinlich. Ich habe es doch tatsächlich geschafft, mir meine linke Beleuchtung am Rolli abzufahren. Ich hatte nur noch einen Gedanken, bloß schnell nach Hause und warten bis der Tag zu Ende ist. Mein Fazit für diesen Tag – „I don´t like monday“

„Pimp my Rolli“

Da mein Rolli nichts hatte, um mal eine Tasche anzuhängen, nähte ich mir vor ein paar Jahren sämtliche Einkaufstaschen um. Im Supermarkt kaufte ich mir mehrere Leinentaschen und begann die Taschen nach meinen Bedürfnissen anzupassen. Ich trennte oben am Taschenrand den Saum auf, und entfernte die Tragegriffe. Diese nähte ich dann weiter außen an den Taschenrand und jeweils auf der gegenüberliegende Seite an. Somit habe ich nun links und rechts von der Tasche die Griffe. Ich trennte diese durch und nähte jeweils für einen Griff einen Klickverschluss an. Meine Einkaufstaschen können super am Rahmen angehängt und wieder abgenommen werden. Übrigens ist das auch ganz praktisch für Kinderwagen.

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Dann fand ich vor einiger Zeit Holger´s Blog „Rollstuhl-Basteln“. Da ich fast den gleichen Rolli habe und vieles sehr praktisch ist, hieß mein nächstes Ziel „Pimp my Rolli“.

Als erstes fuhr ich in den Baumarkt und kaufte mir Haken. Wie in Holger´s Blog beschrieben, gibt es im Rahmen des Rollis auf jeder Seite zwei Befestigungsbohrungen. Da ich mir andere Haken gekauft habe, durfte mein Sohn Löcher in die Haken bohren, damit der Lochabstand zu den vorhandenen Bohrungen stimmte. Pfiffig, wie das Kerlchen ist (das hat er garantiert von seiner Mutter), sprühte er die Haken gleich schwarz. Ok, die Farbe hätte etwas länger trocknen können, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Ich kann wunderbar Taschen, die ich nicht vorher geändert habe, anhängen.

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Mein nächstes Problem, wohin mit einer angebrochene Flasche? Wieder für kurze Zeit nach hinten in eine Tasche ist unpraktisch. In der Hand behalten, solange bis sie leer ist, ist nervig. Kurzerhand kaufte ich mir eine Trinkflasche, die man an Fahrrädern befestigt. Zurrte die Halterung mit Kabelbinder fest und siehe da, meine Getränke für Unterwegs haben nun auch ihren Platz.

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Da ich es Leid bin, immer nach hinten greifen zu müssen, wenn ich irgendetwas brauche. wollte ich auch den Platz zwischen Sitz und Batterie gut nutzen. Ich kaufte mir eine Schultertasche, schnitt den Riemen der Tasche durch und befestigte einen Klickverschluss. Somit konnte ich die Tasche am Rahmen vom Rolli unter dem Sitzblech festzurren, damit sie während der Fahrt nicht raus rutschen kann.

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Somit ist meine Klo-Notfalltasche, kleiner Regenschirm, meine Leinentaschen mit Klickverschluss und alles was man noch so braucht, gut verstaut.

 

 

Nie wieder ohne

Auf dem Hanse-Kulturfestival war ich „not amused“ über die Toiletten, die wir als Rollifahrer weiter weg vom Festival nutzen konnten. Ich möchte nun nicht näher drauf eingehen, wie die Toiletten aussahen,  sauber war jedenfalls was anderes. Als Zweibeiner hätte ich solch eine Toilette nicht benutzt, aber als Rollifahrer habe ich leider keine große Auswahl an Toiletten. Für mich war klar, „nur“ meine Desinfektionstücher reichen nicht mehr aus. Ich brauche für die Zukunft eine Klo-Notfalltasche.

Gesagt – getan. Ich kaufte mir eine Kosmetiktasche und füllte sie mit einer Rolle Klopapier, Desinfektionsspray und mehrere Einmalhandschuhe. Auch Pflaster, eine kleine Dose Deo fürs eigene Wohlbefinden und was man sonst noch so gebrauchen kann, hat da drin Platz gefunden.

Und so sieht sie aus.

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Ich werde jedenfalls nie wieder ohne meine Klo-Notfalltasche unterwegs sein.